| unsere leitideen |
1. Migration ist Bereicherung. Migration ist Herausforderung. Für Einheimische wie auch für Migrantinnen und Migranten ist es eine unabdingbare Realität, die aber auch Probleme auslösen kann. Zwangsheirat ist eines davon.
2. Zwangsverheiratung ist eine Menschenrechtsverletzung und Ausdruck von struktureller und individueller Gewalt. Es existiert keine Tradition oder Religion, die Zwangsverheiratungen rechtfertigten kann.
3. Die Selbstbestimmung bei der Wahl des Partners oder der Partnerin und beim Festlegen der Lebensform muss für alle Menschen gewährleistet sein. Das bedingt die Chancengleichheit für alle in der Schweiz lebenden Personen in Bezug auf die Freiwilligkeit der Ehe und des Lebensstils.
4. Integrationsbemühungen können Zwangsverheiratungen vermindern und zu ihrer Prävention beitragen. Oder anders gesagt: Ohne umfassende Integrationsbemühungen kann es keine wirksame Bekämpfung von Zwangsheirat geben.
5. Ziel unserer Bemühungen ist das „Empowerment“, die Ermächtigung, von (potenziell) betroffenen migrantischen Jugendlichen und jungen Erwachsenen.
6. Wir orientieren uns an den betroffenen und potenziell betroffenen Menschen. Von jeglichen populistischen und fremdenfeindlichen Instrumentalisierungen distanzieren wir uns. Wir wollen keine Person aufgrund ihres Geschlechts, ihrer nationalen und sozialen Herkunft, ihrer Religion, ihrer sexuellen Orientierung, ihrer politischen oder anderen Haltung diskriminieren.
7. Vertiefte Informationen erarbeiten wir durch wissenschaftliches Vorgehen. Dieses Wissen stellen wir Betroffenen, Fachpersonen, Institutionen, PolitikerInnen und den Medien zur Verfügung.
8. Wir arbeiten ehrenamtlich und freiwillig. Unser unentgeltliches Engagement befreit uns von der Abhängigkeit und vom Zwang der Parteilichkeit. Unsere Zielsetzungen sind nicht profitorientiert. Hingegen berücksichtigen die Umsetzungen der Ziele auch wirtschaftlich effiziente und effektive Kriterien.
Lesen Sie mehr zu unserer konkreten Arbeit unter Was tun wir.
Wir orientieren uns an einem progressiven, der Humanität verpflichteten Denken, das sowohl auf Scheintoleranz, als auch auf Fremdenfeindlichkeit verzichtet. Denn Migration lässt sich nicht aufhalten. Und ohne Einwanderung keine Schweiz. Diskriminierung, Sexismus, Rassismus oder andere Menschenrechtsverletzungen in der Schweiz lassen uns nicht kalt; unabhängig davon, wo, wann und von wem sie praktiziert werden. Es geht uns deshalb nicht um einseitige Kritik. Vielmehr wollen wir konstruktiv-kritisch darüber nachdenken, wie und warum Missstände entstehen und wie man ihnen begegnen kann. Das soll zugunsten einer integrativen Gesellschaft passieren, die sich an den Menschenrechten orientiert und sich damit identifiziert. Und zwar sowohl von Seiten der MigrantInnen wie auch von Seiten der Mehrheitsgesellschaft. Unser Antrieb ist es nicht, MigrantInnen zu helfen, sondern wir sehen es als gesellschaftliche Pflicht an, dass Einheimische und MigrantInnen ihr Zusammenleben im Einwanderungsland Schweiz gemeinsam gestalten. Genauso gehen wir in unserer Crew selber vor.
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