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Zug

Mit Zwang zur Heirat? Ein soziales Problem in der Diskussion
22. November 2006 im Casino Zug

In Zug referierte Gül Ayşe Başari aus Österreich, welche vom Integrationsnetz Zug und ›zwangsheirat.ch‹ eingeladen wurde. Sie ist Mitarbeiterin der Wiener Frauenberatungsstelle Orient Express, wohin sich schon seit vielen Jahren von Zwangsheirat betroffene Frauen wenden. Ihr sind die Schwierigkeiten und Gefahren dieser Frauen bestens bekannt. Dieser Verein hat sich für die Einführung der Zwangsheirat als Offizialdelikt stark gemacht.
Den schweizerischen Kontext beleuchtete Marlène Schenk von ›zwangsheirat.ch‹.

In der Diskussionsrunde der Veranstaltung beteiligte sich neben den Referierenden auch Chitra Russo von der tamilischen Beratungsstelle Katpakam Zürich. Als Moderator konnten wir Patrick Rohr gewinnen, der in seiner Sendung „Quer" im Schweizer Fernsehen das Thema Zwangsehen in der Schweiz bereits im Frühling 2004 aufgegriffen hatte.

Das Publikum wurde durch den Dokumentarfilm von ›zwangsheirat.ch‹ mit den vielen Facetten der Thematik vertraut gemacht. Der Film wurde neu mit Untertiteln, gesprochenen Erklärungen und zusätzlichem Filmmaterial ausgestattet.

Im Vorfeld der Veranstaltung führte ein 3er-Team in Klassen der Sekundarstufe I und der Berufsschule Workshops durch. Mit diesem sozialen Problem werden verschiedene Themenfelder wie unter anderem Menschenrechte, Menschenwürde, Gleichberechtigung, Multikulturalität thematisiert, die für die Allgemeinbildung der SchülerInnen zentral sind. Für mehr Informationen über die Workshops klicken sie hier.



Basel

Zwangsheirat verletzt die Menschenwürde
8. Dezember 2007 im Kultur- und Begegnungszentrum Union

Ein zweites Mal konnte ›zwangsheirat.ch‹ zusammen mit einer lokalen Basler Gruppe (unter der Leitung von Janitha Suntharalingam) die Menschenrechts-Aktivistin Seyran Ateş einladen. Auch diesmal brachte Seyran Ateş dem überaus zahlreichen Publikum (mehr als 300 Personen) das heikle Thema ohne Berührungsängste differenziert näher. Mehr zu Seyran Ates erfahren Sie hier.

Auf die Situation in der Schweiz ging Anu Sivaganesan von ›zwangsheirat.ch‹ ein. Auf dem Podium unter der Leitung von Gisela Hürlimann beteiligten sich: Seyran Ateş, Lilo Roost Vischer, Janitha Suntharalingam und Marlène Schenk.

Als Rahmenprogramm konnte die Basler Theatergruppe „Niemandsland“ unter der Leitung von Davide Maniscalco gewonnen werden. In zwei Stücken stellten sie dieses soziale Problem eindrucksvoll szenisch dar.

Wie viel Basler Passantinnen und Passanten über Zwangsheirat wussten und was sie darüber dachten, das zeigte das Basler Partnerkomitee in einem eigens produzierten Kurzfilm auf. Einen weiteren Bestandteil bildete der Dokumentarfilm mit Sichtweisen und Erlebnissen von Zwangsheirat Betroffenen und Bedrohten.



Luzern

Zwangsheirat – eine versteckte Realität
21. Juni 2006 im Kultur- und Kongresszentrum Luzern (KKL)

Die Veranstaltungsreihe von ›zwangsheirat.ch‹ wurde in Luzern in Partnerschaft mit dem Verein Politforum Zentralschweiz eröffnet.
Zu diesem Anlass wurde auch die renommierte und vielfach ausgezeichnete Berliner Menschenrechtsaktivistin Seyran Ateş zum ersten Mal in die Schweiz eingeladen. Ates setzt sich seit 1983 mit diesem sozialen Problem und ist damit eine der ersten, die sich diesem Thema angenommen hat. Als Anwältin setzt sie sich schon seit Jahren für die betroffenen Frauen und Männer ein. Bekannt ist auch ihr Buch „Grosse Reise ins Feuer. Die Geschichte einer deutschen Türkin“. Mehr zu Seyran Ates erfahren Sie hier.

Neben der ehemaligen Nationalrätin Rosmarie Zapfl-Helbling nahm Seyran Ates auch auf dem anschliessenden Podium teil. Rosmarie Zapfl-Helbling hat als Mitglied der Kommission für Chancengleichheit im Europarat den Grundlagenbericht über die Zwangsheirat verfasst. Der Bericht der Schweizer Delegation bei der Parlamentarischen Versammlung des Europarates vom 31. Dezember 2006 kann hier heruntergeladen werden.

Umrahmt wurde das Programm von einer szenischen Performance von Henry Meyer und Yaşar Oğuz. Darin ging es um den Streit zweier Brüder wegen ihrer Schwester. Der eine war in die Schweiz gekommen, um endlich ihre Heirat zu veranlassen. Der in der Schweiz lebende Bruder stellte sich jedoch dagegen und setzte sich für das Selbstbestimmungsrecht seiner Schwester ein.

Schliesslich führte der Dokumentarfilm „Zwangsheirat – eine versteckte Realität“ in die persönlichen Lebensgeschichten von vier Frauen ein. Dieser Film wurde an der Luzerner Veranstaltung zum ersten Mal gezeigt. Lesen sie hier mehr darüber.



Zürich

Zwangsheirat – eine versteckte Realität
8. Februar 2007 im Mehrzweckraum der AOZ (Asylorganisation Zürich)

Im Rahmen einer von der Asylorganisation Zürich organisierten Fachveranstaltung hielten Anusooya Sivaganesan und Marlène Schenk von ›zwangsheirat.ch‹ je ein Fachreferat. Anusooya Sivaganesan lieferte wichtige Hintergrundinformationen über dieses soziale Problem. Marlène Schenk stellte die rechtliche Lage in der Schweiz auch im Vergleich zu anderen europäischen Ländern vor.

Die Referate wurden von zwei filmischen Inputs begleitet: von „street statements“ sowie vom Dokumentarfilm [Verlinkung: Was tun wir? > Dokumentarfilm] von ›zwangsheirat.ch‹.


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