„Familiennachzug – Chancen und Herausforderungen im Zusammenhang mit den Ehen zwischen den Albanern aus der Schweiz und dem Heimat“

Endogamische Heiratsregeln, also das Gebot, zum Beispiel innerhalb der eigenen Herkunfts- und ethischen Gruppe zu heiraten, spielen bei der PartnerInwahl eine wichtige Rolle. Dies führt zu Heiraten über Grenzen hinweg, und manchmal auch zu Zwangsheiraten. Die albanischsprechenden Personen in der Schweiz (Kosovo, Albanien) folgen oftmals diesem Muster und heiraten via Familiennachzug aus dem Heimatland. Hier entstehen auch Zwangsbeziehungen und Liebesverbote – etwa, wenn die Schweizer Freundin als Heiratspartnerin des Sohnes für die Familie inakzeptabel scheint. Gerade in der albanischsprechenden Gemeinschaft in der Schweiz stellt die Fachstelle Zwangsheirat fest, dass Liebesbeziehungen vermehrt interethnisch geknüpft werden – ein Spannungsfeld für die hier aufgewachsenen und sogar geborenen Jugendlichen mit albanischem/kosovarischem Hintergrund.

Am Sonntag, den 2. Juli findet zu diesem Thema eine Podiumsdiskussion mit Anu Sivaganesan (Juristin, Präsidium Fachstelle Zwangsheirat ) und Shpresa Jashari (Sozialwissenschaftlerin Uni Neuchâtel) statt. Weitere Infos finden Sie hier.
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