Eigerstrasse 71, 3007 Bern
Religiöse Voraustrauungen und informelle Zwangs- und Minderjährigenheiraten: Welche negativen Auswirkungen haben sie für Betroffene und was können wir dagegen tun? Erfahren Sie mehr über Hintergründe und Lösungswege.
Worum geht es?
Das Prinzip der Zivilheirat ist zentral, weil es die Ehefähigkeit und den freien Willen der zukünftigen Ehepartner:innen prüft – ein wirksamer Schutz vor Minderjährigenehen und Zwangsverheiratungen. Auch bei Scheidungen garantiert das Zivilrecht eine rechtsstaatliche Auflösung der Ehe mit gleichberechtigtem Zugang zu Rechten für beide Parteien, ein Aspekt, der besonders für Frauen von grosser Bedeutung ist.
Die Tagung nimmt sowohl das historische Jubiläum als auch die aktuellen gesetzgeberischen Entwicklungen zum Anlass: Seit dem 1. Januar 2025 gilt auch eine im Rahmen einer religiösen Voraustrauung geschlossene Zwangsheirat ausdrücklich als Straftat (Art. 181a StGB). Wir werfen einen Blick zurück auf eine wegweisende Entscheidung und legen den Fokus auf heutige Herausforderungen und Lösungsansätze in der Praxis.
Diskutieren Sie mit!
Ziel ist es, im Dialog mit Fachpersonen aus Verwaltung, Institutionen, Wissenschaft und religiösen Gemeinschaften sowie Interessierten gemeinsam Wege zu mehr Prävention, rechtlicher Klarheit und gesellschaftlicher Sensibilisierung zu finden. Es erwarten Sie Beiträge mit unterschiedlichen Blickwinkeln auf das Thema, die Möglichkeit zur Vertiefung in angeleiteten Workshops und eine anschliessende Plenardiskussion. Genauere Infos zum Programm finden Sie auf unserem Flyer.
Die Fachstelle Zwangsheirat – Nationales Kompetenzzentrum wird durch das Eidgenössische Büro für die Gleichstellung von Frau und Mann EBG und das Staatssekretariat für Migration SEM unterstützt.