«Zwangsheirat? Sechs Statements zu Liebe, Wahlfreiheit und Ehe»

«Wir haben aus Liebe geheiratet und das möchten wir auch für unsere Kinder». Was für Mukkades Töre als Mutter einer Tochter und eines Sohns selbstverständlich ist, dafür musste eine junge Frau kämpfen: Ihre Eltern wollten sie mit einem Landsmann verheiraten. Dagegen wehrte sie sich, indem sie ihre Familie verliess. Anders erging es einem betroffenen jungen Mann: Er beugte sich dem familiären Druck, «denn die Eltern haben ihre Zustimmung gegeben. Damit war die Sache schon zu 80 Prozent entschieden.» Für Cemile Ivedi dagegen, eine gläubige Muslima, war von Anfang an klar, dass sie ihren Lebenspartner selber wählt.

Zwangsheirat ist eine Realität in der Schweiz. Dieser Film lässt Betroffene, ExpertInnen und Menschen, die frei wählen konnten, zu Wort kommen. Unterschiedliche Vorstellungen zu Liebe und Ehe illustrieren die Komplexität des Phänomens. Der Film zeigt, dass sich Betroffene mit gegensätzlichen Erwartungen konfrontiert sehen. Und er macht deutlich, dass es auch Wege gibt, um aus diesem Dilemma herauszukommen.

23 Minuten, Untertitel in den Sprachen Deutsch, Französisch, Italienisch, Englisch, Albanisch, Somali, Tamilisch, Tingrinya, Türkisch und Urdu wählbar.

Realisiert in Zusammenarbeit mit der GGG Ausländerberatung Basel (heute GGG Migration) und unterstützt durch den Integrationskredit des Bundes (BFM).

Der Film kann auch kostenlos bei der Fachstelle bestellt werden.

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